kedd, április 18, 2006

Maria von Magdala - Heimliche Heldin der Auferstehung?

Wer ist Maria, die nach ihrem Namen nach wahrscheinlich aus dem Ort Magdala (hebräisch Migdol) am See Genezareth stammt, und als erste die frohe Botschaft erfahren hatte? Diese Frage ist mehr als spannend!
Ich habe leider hier zu wenig Platz über sie zu schreiben.

Sie kommt im NT erstmal vor als Jesus sieben Dämonen von ihr ausgetrieben (Lk 8,2, Mk 16,9) hatte. Sie folgte Jesus mit anderen Frauen nach, sie waren möglicherweise für die Versorgung zuständig.
Diese Frauen begleiteten Jesus auch nach Jerusalem, sie standen unter dem Kreuz als die meisten anderen Jünger enttäuscht geflohen waren (Mt 27,55f), sie halfen beim Begräbnis (Mt 27,61, Mk 15,47) und bekamen am Ostermorgen die frohe Botschaft (Mk 16,1-5, Joh 20,1).
Nachdem Maria Magdalena über das leere Grab den Jüngern berichtet hatte, begegnete ihr (als erster!) der auferstandene Jesus. Er trug ihr die Botschaft an die Jünger auf (Joh,11-18). Daher bekam sie schon in der Alten Kirche den Ehrennamen apostola apostolorum - "Apostelin der Apostel".

Maria Magdalena ist eine der wenigen Frauen (nicht nur) der Bibel, die nicht als "Frau/Mutter des ..." über einen Mann definiert wird, und die in direkter Rede im Evangeliumstext vorkommt.
Sakrileg (Buch: Davinci Code) ist seit 2003 ununterbrochen weltweit Bestseller und sorgt für heikle Diskussionen.

Ehrlich gesagt, der Roman hat mich von Anfang bis zum Schluss fasziniert. Es ist nicht nur spannend, - es erhält viele interessante Informationen, so auch sicherlich auch Teilwahrheiten. Doch als ganzes?!...
Nach dem Buch nach verschweigt die Leitung der Katholische Kirche bis heute Tatsachen, die unseren Glauben an Jesus und die Kirche im Grunde zerstören würden. Einer, der diese noch gekannt haben soll, ist Leonardo da Vinci. In seinem Werk Das letzte Abendmahl zeigt er angeblich die Wahrheit: Jesus hatte Maria von Magdala an seiner rechten Seite, als seine Ehefrau.
Diese Traditionen sind jedoch in Wahrheit keineswegs geheim sondern seit dem späten zweiten Jahrhundert bekannt, wurden von der Kirche auch (mit)diskutiert und gut begründet nie akzeptiert.

Die viele Überlieferungen, Deutungsversuche um wen es sich historisch bei Maria Magdalena gehandelt hat, gehen weit auseinander. Manche Legenden halten sie sogar für eine Prinzessin.
In der Gnosis und der Rosenkreuzer-Mystik wird überliefert, dass Maria von Magdala die Gefährtin/Ehefrau Jesu war und ihm sogar Kind(er)geboren hat. Nach dieser Theorie entspricht Maria Magdalena dem Heiligen Gral, wobei der Ausdruck "San Greal" als "Sang Real" (spanischer Dialekt für "königliches Blut") gedeutet wird. Das auf die zweite Hälfte des zweiten Jahrhunderts datierte gnostische Evangelium nach Maria ist nach ihr benannt. Gestalten immer drei verschiedene Frauen gesehen.
Papst Gregor I. bezeichnete 591 in einer Predigt Maria Magdalena als Prostituierte, indem er sie mit der Sünderin, die Jesus die Füße wäscht (Lk 7,36-50), identifizierte. Dies wurde ein Teil der katholischen Tradition um Maria Magdalena,- in der wird Maria Magdalena auch mit Maria von Betanien, der Schwester von Marta und Lazarus, gleichgesetzt.
Inzwischen hat jedoch die katholische Kirche diese Verknüpfung 1969 offiziell für irrig erklärt. Die ostkirchliche Kirchenväter und die protestantische Tradition haben in diesen drei Gestalten immer drei Frauen gesehen.

In der Ikonographie wird Maria von Magdala mal weinend unter dem Kreuz mal mit einem Krug oder Schale (für Öle) dargestellt.
In der Kunst wird ihr außergewöhnliches Verhältnis zu Jesus immer wieder bildlich herausgestellt, indem die Künstler etwa auf Bildern darstellen, wie sie die Füße des Heilands salbt und liebkost (obwohl wie schon gesagt, die Frau aus Lk 7,36-50 nicht mit Maria Magdalena identisch ist).

Ihr liturgischer Gedenktag (katholisch und orthodox) ist der 22. Juli.
Maria Magdalena ist die Patronin des im 13. Jahrhundert gegründeten Frauenordens der Magdalenerinnen.
Sie ist Schutzpatronin der Frauen, der reuigen Sünder und der Verführten.

Es gäbe noch so viel zu erzählen... Doch soweit jetzt hier...