vasárnap, április 30, 2006

Rote Karte zur Zwangsprostitution

Es sprechen zwar immer mehr "Experten" in den Medien von der Tendenz, dass in Deutschland Prostitution zurückgeht... aber....
Die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland soll nicht zum Horrorereignis für Frauen werden, die sich auf lukrative Jobangebote bewerben und dann zur Prostitution gezwungenwerden.
So gehen nämlich gern die Menschenhändler vor. SOLWODI (Solidarity with women in distress - Solidarität mit Frauen in Not) zusammen mit der Solidaritätsaktion Renovabis haben darum in Mittel- und Osteuropa Hilfsorganisationen kontaktiert und ihnen Präventionsmaterialien zur Verfügung gestellt (siehe auch unter www), um junge Frauen und Mädchen im Vorfeld der WM vor Menschenhändlern zu warnen.
Der Deutsche Frauenrat hat letztes Jahr den Deutschen Fußballbund und die Nationalmannschaft gebeten, der Zwangsprostitution öffentlich die rote Karte zeigen. Das Ergebnis war ziemlich ernüchternd. Die Fußballer wollten überhaupt nichts damit zu tun haben.

Die Kampagne des Deutschen Frauenrats mit dem Slogan "Abpfiff für Zwangsprostitution!" wurde am 7. März 2006 offiziell gestartet. Inzwischen war so viel in den Medien darüber berichtet worden, dass Theo Zwanziger, der Geschäftsführende Präsident des DFB, nicht mehr umhin konnte, die ihm angetragene Schirmherrschaft zu übernehmen.
Der Deutsche Frauenrat meldete süffisant: "Zwanziger pfeift mit!". Wir hoffen, daß er nun auch die "Rote Karte bei Zwangsprostitution" zeigt.

Wir also zeigen die rote Karte und sagen nein zur Zwangsprostitution.
http://www.solwodi.de/index.php/273/0/

Die bundesweite Hotline-Nummer steht schon fest:

08 000 111 777

Die Hotline wird vom 1. Mai bis 31. Juli 2006 von der Telekom freigeschaltet, kostenlos. Sie ist rund um die Uhr Tag und Nacht besetzt, auch an den Wochenenden. Die "Telefonistinnen" sind 20 Ordensfrauen aus sechs Ländern.