hétfő, június 26, 2006

Bush Junior in Budapest

Es war schon (nicht) einmal ein Bush, auch ein George, in Budapest. Vor 17 Jahren als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika stattete den damals auch "freiheitsliebenden" Ungarn ein Besuch ab. An dem Auftritt erinnern sich die meisten noch hier... Es war mitten in der Wende, Sommer 1989... ich war noch klein... vielleicht zehn Jahre alt.... meine Familie sah ihn im Fernsehen an wie den Messias und zog seine Worte in sich ein...
Damals, war es eine Art "Kennedybesuch" in Berlin... nein, er sagte zu uns nicht, er sei ein Budapester,
aber er zerriss seiner Rede vor dem Publikum, und sprach frei mit Emotionen! Und mitten seiner Rede im Regen schenkte seinen Regenmantel einer petschnassen alten Dame...

Also, ja. Der Junior kam,
einige meinen er sah auch was,
und es sind welche sogar überzeugt, dass er sogar siegte....

Also, ich soll hier den Besuch echt kommentieren???
Das haben ja eigentlich alle Medien gemacht.... lass nur in google "Bush in Budapest" schreiben!

Ich habe ihn nicht erwartet, weil ich davon nicht ganz überzeugt bin, dass er überhaupt weiss, wo Ungarn liegt. Und wegen seinen unkorrekten Worte ist es mir auch nicht sicher, ob er (und seine Berater) überhaupt weiss, was im Herbst des Jahres 1956 in Ungarn passiert ist....
Es war nett, dass ER uns auf ungarisch begrüsste. ER lächelte sogar dabei, und seine Aussprache war gar nicht schlecht (hat er geübt?)
... was das auch bedeuten mag.
Meine Mutter fühlte sich trotzdem nicht angesprochen.
Am Ende seiner Rede zitierte er Sándor Petöfi auf Englisch, einen ungarischen Freiheitsdichter - von der Revolution 1848!
Ok, ok. Wir sind ein Volk, welches einige Revolutionen hinter sich hat, mit vielen Helden auf denen wir gern erinnern, mag es für Deutsche noch so komisch sein.... Aber es ist schon ein Unterschied zwischen 1848 und 1956!
/http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A1ndor_Pet%C5%91fi /

Ja, einige meinen es sei sooooo wichtig, dass Junior da war... Gyurcsány (SZ) meinte sogar, dass ER kam nur um
seine Arbeit zu würdigen.... Einige menschen kennen einfach keine Grenzen...
ER kam um "56 zu würdigen", welches "auch für das Westen so wichtig ist" (weil wir ja im Osten sind, wo liegt eigentlich Georgien?), dass einige der Medien nicht einmal den Jahrestag der Revolution und Freiheitskrieg richtig berechnet haben. So vermittelte z.B. eine deutsche Zeitung, dass jetzt die 60. Jahresjubiläum wäre!! Ich bitte Sie! 1956!!
Die Berichterstattung während des Tages verbrachte meine Mutter mit immer schlechterwerdenden Gemütszustand teilweise mit Brechreizen. Z.B. als Gyurcsány sich als Demokrat bezeichnet hat, der mit seinen amerikanischen Kollegen für "Moralität und Effizenz", "die Hand in Hand gehen sollen", zu sorgen hat.... Versteht ihr, Gyurcsány der milliardenschwere Kommunist (sein Vermögen sammelte natürlich nur auf moralische Art und Weise und vor allem effizent) der sein Land in Schulden stürzte, die Wirtschaft stagnieren liess und bis heute keine wahre Wirtschaftsdaten herausgeben lässt, spricht über Moralität und Effizenz... Gyurcsány, dessen Frau im Vatikan ein unwillkommener Gast ist, - wegen der starken und engen familiären Verbindungen zu dem bulgarischen Geheimdienst (II.J.P -13.05.1981; KGB;GRU)....
Meine Mutter fragte nach ob sie richtig gehört hat....
Das in sich sorgte schon verständlicherweise für Empörung! Das zeigte uns, dass Westen immer noch nicht versteht, was hier im Herbst 1956 abgegangen ist. Dann sollen wir uns natürlich auch nicht wundern, dass ER sich über das Verhalten der USA im Okober´56 nicht enschuldigt hat... wisst Ihr mit welcher Hoffnug die Ungarn auf Hilfe von Westen und in erster Linie von der USA hofften?? Sie haben es versprochen.... Sie haben uns, mit unseren so "unglaublichen Freiheitsdrang" gegen die mächtige Sowjetunion allein gelassen. Das ist, warum die Ungarn eine bis heute andauernde Skepsis gegenüber alles was vom Westen kommt entgegensteht. Wir glauben seit ´56 nicht daran, dass jemand uns Gutes will.
"Leuchtfeuer der Freiheit"?
Ach, meine Mutter wollte umschalten, sie meinte sie tut sich keine Masochismus an. Wenn wir so freiheitsliebend sind, warum ertragen wir diese Entwürdigung durch unserer heutigen Regierung! Ich muss Euch sagen, meine Mama "riecht Kanonenpulver in der Luft". Die Luft ist heute heiss, vielleicht nicht so heiss wir vor 50Jahren, aber die Luft ist heiss, es zieht uns auf die Strassen... aber heute haben wir mehr Angst als damals.
Damals dachten sie nicht, was für Konsequenzen der Aufstand mit sich tragen wird, heute wissen wir es. Und heute sind die Gleichen und ihre Nachfahren an der Macht wie vor 50Jahren... warum sollte dann anders passieren?!... Na, wo ist das Leuchtfeuer? Warum lassen wir zu, dass die den Kranz niederlegen, die jetzt auch Demokratie uns erklären und damals so Moskautreu waren, dass sie ihr eigenes Volk verraten haben?

Heeeeeee! Für Irak sind die Amerikaner die, die für uns die Sowjeten waren! Dieser Vergleich würden die Amis auch nicht gern hören! Vergleiche sind immer bissi falsch... Wir wollten damals unsere eigene Freiheit mit unseren eigenen Fehlern und Maken aber unsere eigene haben! Nicht das System von Fremden! Versteht ihr das???

Ach, und ob es in den zahllosen westlichen Kommentaren zu diesem Ereignis je einmal erwähnt worden ist, dass
keiner der 56-er (Keine Organisationen, keine Überlebende!) zu den Feierlichkeiten (jetzt zwar nicht das zentrale grosse Feier war, trotzdem...) eingeladen wurde... Nur zu den so "nebenbei" Empfang und so... Die Brechreizen von meiner Mama verstärkten sich enorm als sie merkte, das unter den Gästen sind, diejenigen, die massgebliche Rolle hatten, bei dem Niederschlag den "Freiheitsdrang" der Ungarn.

Nein, es wurde sogar bekräftigt, dass die Aussagen von IHM nichts gegen dem heutigen Russland sind.
Ich bitte Euch, Deutsche! Warum beschuldigen Euch noch für Dinge, die Eure Uhrgrosseltern getan haben, wenn parallel in Welt noch
menschen leben, die selber für ihre eigene Schuld, zu den Menschenrechtsverletztungen nicht stehen, aber null und null Schuldbewusstein haben?!

Warum kann man über Kommuniste nicht so reden wie über Pinochet und Co???

"Gedenken an den Ungarn- aufstand vor 50 Jahren. Der Besuch wurde zur puren Heuchelei und zur missbräuchlichen Vereinnahmung von 1956 durch den US-Präsidenten für eigene propagandistische Zwecke uminszeniert." schrieb ein Schweizer. / http://www.osteuropa.ch/INDEX-NEU_MAIN_NEU.htm /
Und ja, ER sammelte Pluspunkte mit diesem Besuch zwar in seiner eigenen Heimat,- nicht aber bei den Ungarn. Bei meiner Mama und mir ist er gescheitert.... Und wir sind dabei nicht allein... Aber ob es etwas ihm bedeutet?