kedd, szeptember 19, 2006

Das Geständnis von Gyurcsány Ferenc

Nachricht vom 18.08. um 16:41 Uhr

Der ungarische Premierminister hat nach der gewonnenen Wahl im Frühjahr der sozialistischen Fraktion gestanden, dass er und seine Regierungspartei (MSZP - Ungarische Sozialistische Partei) während der Zeit der ersten Gyurcsány-Regierung bewußt gelogen und gleichzeitig nichts für das Land gemacht haben.

Einer Tonaufzeichnung nach hat der Ministerpräsident im Mai auf einer sozialistischen Fraktionssitzung zugegeben, dass die letzten eineinhalb Jahre gelogen wurde, während die Regierung, nach eigenen Worten, nichts gemacht habe.

Das Band wurde am 26. Mai 2006 in Balatonöszöd aufgenommen und kam am Sonntag in Besitz des staatlichen Ungarischen Radios.
Gyurcsány Ferenc erzählt darin, daß in dieser Situation die Regierung keine Wahl mehr habe. „In Europa hat noch kein Land so etwas Schreckliches gemacht, wie es wir gemacht haben“ sagte er. Dann stellte der Ministerpräsident weiter die Frage an die Fraktion, was sie denn antworten würde, wenn sie gefragt werden würden, was sie wohl in den letzten vier Jahren gemacht haben.


Hier der Hauptteil wortwörtlich:

„Es gibt nicht viele Wahlmöglichkeiten; es gibt darum keine, weil wir es verfickt haben. Nicht ein bißchen, sehr. In Europa hat noch kein Land so etwas Schreckliches gemacht, wie und was wir gemacht haben. Man kann es erklären... Offensichtlich haben wir die letzten anderthalb und zwei Jahren bis zuletzt gelogen. Es war ganz klar, dass das, was wir sagen, nicht wahr ist. Wir sind soweit über den Möglichkeiten des Landes, wie wir uns das früher gar nicht erst vorstellen konnten, dass es die Regierung der Ungarischen Sozialistische Partei (MSZP) und die Liberalen (SZDSZ) je erreichen könnte. Und währenddessen haben wir übrigens nichts gemacht. Nichts. Ihr könnt nicht eine bedeutende Maßnahme nennen, auf die wir stolz sein können, außer daß wir aus der Scheiße am Ende die Regierung doch zurückgebracht haben. Nichts. Wenn wir mit dem Land abrechnen müssen, was wir während der letzten vier Jahren gemacht haben, was sagen wir dann?“


Der Ministerpräsident leugnete nicht die Originalität der Tonaufnahmen auf dem Wahlkampfweg (es sind für Okober Kommunalwahlen ausgeschrieben) in dem Kommitat Győr-Moson-Sopron. Über die Wortwahl sagte er nur, daß man in einem internen Parteiforum anders spräche, als vor der Öffentlichkeit in der Gegenwart der Kameras oder Diktafone. Die Bedeutung seiner Worte und ihre Botschaft findet der Ministerpräsident immer noch annehmbar. Er wiederholte, daß die Atmosphäre in Ungarn seiner Meinung nach so schlecht sei, daß man sofort und radikal etwas ändern müsse.

Der Unabhängigen Nachrichtenagentur ( Független Hírügynökség) erklärte ein Tontechniker die Tonaufzeichnung als Original, aber geschnitten. Auf der Homepage des Radiosenders ist die Aufnahme erschienen, sie und die Textverfassung wurde innerhalb einer Stunde über 5000mal heruntergeladen. Die Homepage ist seitdem schwer zu erreichen und andere Sender setzten diese auch auf Ihre Seiten.

Quellen:

Ungarisches Radio: www.magyarradio.hu

Textnachricht: http://www.radio.hu/index.php?cikk_id=196709&rid=PWdUTQ==

Tonaufnahme: http://www.radio.hu/down/gyurcsany_oszod.mp3

Ungarische Nachrichtenagentur (Magyar Tavirati Iroda): www.mti.hu

Textnachricht: http://mti.hu/cikk/160330/

HIR TV (News) : www.hirtv.hu

Textnachricht: http://www.hirtv.hu/?tPath=/belfold/&article_hid=115780

INDEX, Online Nachrichten: www.index.hu

Textnachricht: http://index.hu/politika/belfold/gyfosz060917/

Tonaufnahme: http://dl.index.hu/dl/politika/belfold/oszod.mp3